Schon einmal darüber nachgedacht, mit welchen Mitteln man Energie gewinnen kann? Zum Beispiel mit Wasserkraft. Wie? Ganz einfach:Schon seit vielen Jahren wird die Energie des Wassers genutzt. Bereits vor hunderten von Jahren wurde mit Hilfe von Wasserrädern Mehl gemahlen. Die Wasserenergie ist daher die älteste Energiequelle des Menschen. Das erste Wasserkraftwerk wurde bereits 1880 gebaut, um damit Strom erzeugen zu können. So genannte Schöpfrader wurden damals zum Bewässern der Felder eingesetzt. Schöpfräder gab es bereits im Jahr 1200.
Die Wasserenergie hat eigentlich einen solaren Antrieb, da die Sonne das Wasser aus Ozeanen verdampfen, und aufsteigen lässt. Es fällt als Regen anschließend wieder auf die Erde und in die Ozeane. Das Aufsteigen des Wassers ist die Grundlage der Wasserenergie. Denn das Wasser setzt seine Energie erst dann frei, wenn es von höheren Lagen in niedrige Lagen abfließen kann. Daher nutzt jede Wasserkraftanlage das Gefälle eines Flusses, oder eines Stausees.
In Wasserkraftwerken wir die Strömungsenergie des Wasser genutzt, damit Strom erzeugt werden kann. Das Wasser kommt immer aus einem höher gelegenen Speicher, und gelangt von dort aus durch eine Druckleitung in das Kraftwerk. Hierbei macht man sich die Bewegungsenergie des Wassers zu nutzen, und setzt sie anschließend in elektrische Energie um. Ein Stausee mit einem sehr hohem Speicher, bringt daher eine beachtenswerte Wasserenergie hervor. Diese Energie wird mit Hilfe von Turbinen und Generatoren in Strom umgewandelt. Derzeit werden ca. 20% des Stromes weltweit durch Wasserenergie erzeugt.
Die Kraft des Wassers kann nicht nur Häuser mit sich reißen, und ganze Landschaften überfluten, sondern auch sinnvoll und umweltfreundlich zur Energiegewinnung genutzt werden. Da die Menge an Wasser nahezu unbegrenzt ist, und verdunstetes Wasser durch neuen Regen ausgeglichen wird, ist Wasser eine dauerhaft nutzbare Energiequelle.
So genannte Laufwasserkraftwerke erzeugen die Energie direkt aus dem Fließwasser eines angestauten Flusses. In Speicherkraftwerken wird das Wasser über einen längeren Zeitraum gestaut, und nur von Zeit zu Zeit geöffnet, um direkt größere Mengen Strom zu erzeugen. Gezeitenwasserwerke erzeugen Strom aus dem Wasser der Meere, da sich das Wasser der Meere stetig hebt und senkt.
Laut mehrerer Experten nutzen wir nur 5% der bereits vorhandenen Wasserenergie. Wenn man die gesamte Enerigie des Wasser nutzen würde, welches auf der Erde vorhanden ist, könnte man drei mal mehr Strom erzeugen, als nötig.